Serienmontage in Tschechien
Serienmontage in Tschechien: Baugruppen nach Stückliste montieren lassen – vom Erstmuster bis zur laufenden Serie
APOOL WERKE montiert mechanische Baugruppen in Serie für Unternehmen aus Deutschland und Österreich: Ihre Einzelteile kommen per Partnerspedition an unsere 7 Standorte in Tschechien und gehen als geprüfte Baugruppen mit Montageprotokoll zurück. Das Angebot liegt binnen 24 Stunden vor, das Erstmuster 2–5 Tage nach Wareneingang, danach läuft die Serie. Richtwert 2026: 0,25 € – 0,60 € je einfacher Baugruppe aus zwei bis vier Teilen, 0,90 € – 3,50 € bei fünf bis fünfzehn Teilen, alternativ 14,50 € – 19,00 € je Montagestunde. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster.
Kurz gesagt
- Was: Schrauben, Stecken, Kleben, Nieten, Dichtungen einlegen und Prüfen im Takt – Vormontage, Endmontage, Kitting und Variantenumbau vom Musterlauf bis zur Großserie.
- Wie schnell: Angebot in 24 Stunden, Abholung binnen 24 Stunden, Erstmuster nach 2–5 Tagen, Serienstart mit Ihrer schriftlichen Freigabe.
- Was es kostet: 0,25 € – 0,60 € (einfach) oder 0,90 € – 3,50 € (komplex) je Baugruppe, Montageplatz 116 € – 152 € je Tag, Einrichtung einmalig 60 € – 180 € (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster).
- Wie viel: bis 2.000 Arbeitsstunden täglich an unseren Standorten, verteilt auf so viele Montageplätze, wie Ihr Termin verlangt.
- Was Sie bekommen: Montageanweisung mit Fotos, gemessene Taktzeit, Prüfung im Takt, 100 % Ausgangskontrolle und ein Montageprotokoll je Los.
Zeitachse: von der Anfrage über das Erstmuster zur Serie
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1
Tag 0
Anfrage mit Zeichnung und Stückliste
Sie schicken Zeichnung, Stückliste, Fotos oder ein Musterteil und nennen Stückzahl und Termin. Elisabeth Zachová klärt Montageschritte, Vorrichtungen und Beistellung; das Angebot mit geschätzter Taktzeit liegt binnen 24 Stunden vor.
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2
Tag 1
Abholung binnen 24 Stunden
Einzelteile, Vorrichtungen und Verpackung lädt eine Partnerspedition bei Ihnen oder beim Teilelieferanten; gebucht wird sie innerhalb von 24 Stunden. Im EU-Binnenmarkt genügen Lieferschein und Pro-forma-Rechnung.
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3
Tag 1–2
Wareneingang mit Stücklistenabgleich
Jede Position der Beistellung wird gezählt oder gewogen, fotografiert und gegen die Stückliste gebucht. Fehlmengen und beschädigte Teile melden wir am selben Tag mit Foto.
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4
Tag 2
Montageanweisung am Bildschirm
Aus Zeichnung, Stückliste und Musterteil entsteht die Montageanweisung: Reihenfolge, Drehmomente, Klebstoff, Prüfmerkmale – mit Fotos je Schritt als elektronische Arbeitsanweisung am Montageplatz (seit 2019).
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5
Tag 2–5
Erstmuster in 2–5 Tagen mit Fotofreigabe
Die ersten Baugruppen werden montiert, geprüft und fotografiert; auf Wunsch schicken wir sie Ihnen physisch. Erst Ihre schriftliche Freigabe startet die Serie.
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6
mit dem Erstmuster
Taktzeit messen, Stückpreis festlegen
Beim Erstmuster messen wir die Sekunden je Baugruppe. Aus der gemessenen Taktzeit wird der verbindliche Stückpreis – nicht aus einer Schätzung.
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7
ab Freigabe
Serie mit Prüfung im Takt
Montiert wird an Plätzen mit Druckluftschrauber. Vorrichtung und Prüfmitteln; jede Baugruppe durchläuft die Prüfmerkmale der Anweisung. Die Schichtleitung zieht Zwischenkontrollen je Los. bis zu 2.000 Arbeitsstunden am Tag stehen bereit.
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8
1–2 Tage
Ausgangskontrolle, Protokoll, Rücklieferung
Jedes Gebinde wird vor dem Verschließen zu 100 % kontrolliert. Das Montageprotokoll je Los nennt montierte, geprüfte und gesperrte Baugruppen; die Spedition liefert an Ihr Werk oder direkt an Ihre Linie.
Was umfasst Serienmontage bei APOOL WERKE im Jahr 2026?
Serienmontage heißt bei uns: Aus beigestellten Einzelteilen entsteht in immer gleicher Reihenfolge eine Baugruppe, die Ihre Linie, Ihr Lager oder Ihr Kunde direkt weiterverwenden kann. Gearbeitet wird von Hand, an Montagetischen mit Druckluftschraubern, Handpressen und Ihren Vorrichtungen – keine Automaten, keine Bearbeitung. Wer Baugruppen montieren lassen oder einen Teil der Montage auslagern möchte, findet unter diesem Oberbegriff sechs Leistungen, die sich im Anlass unterscheiden, nicht im Grundprinzip.
Der Kern ist die Serienmontage und Baugruppenmontage selbst: zwei bis fünfzehn Teile, eine Montageanweisung, ein Stückpreis. Braucht Ihre eigene Linie vorbereitete Zwischenstufen – ein Gehäuseoberteil mit eingepressten Buchsen, einen Deckel mit eingelegter Dichtung –, ist die Vormontage von Unterbaugruppen gemeint, oft im Abruf mit einem Kreislauf aus Kleinladungsträgern. Bei der Endmontage und Komplettierung kommt das fertige Produkt aus unserer Halle: Deckel drauf, Typenschild, Zubehörbeutel, Anleitung, Endkontrolle nach Ihren Merkmalen.
Vor jeder Serie steht das Einrichten des Montageplatzes mit Vorrichtung, Erstmuster und Taktzeitmessung – der Schritt, der über Qualität und Preis der gesamten Serie entscheidet. Das Kitting von Montagesets stellt Beipackbeutel und Servicekits nach Stückliste zusammen, gezählt und gekennzeichnet. Und beim Umbau und der Variantenmontage werden vorhandene Baugruppen auf eine andere Länderversion, Revision oder Ausführung umgerüstet. Viele Aufträge verbinden zwei Bausteine, etwa Vormontage im Abruf plus Kitting der Schrauben für die Endmontage bei Ihnen; im Angebot stehen sie dann als getrennte Positionen mit eigenem Preis.
Wie verläuft ein Auftrag von der Anfrage bis zur ersten Serienlieferung?
Die Zeitleiste auf dieser Seite zeigt die acht Stationen im Einzelnen; hier das Wesentliche in Tagen. Am Tag der Anfrage klärt Elisabeth Zachová mit Ihnen Stückliste, Montageschritte und Beistellung, binnen 24 Stunden erhalten Sie ein Angebot mit geschätzter Taktzeit. Einen Tag nach Ihrer Bestellung holt die Partnerspedition Teile und Vorrichtungen ab. Im Wareneingang wird jede Position gegen die Stückliste gezählt und fotografiert, dann entsteht die Montageanweisung.
Zwischen Wareneingang und fertigem Erstmuster liegen 2–5 Tage – zwei, wenn Vorrichtung und Anweisung klar sind, fünf, wenn wir eine Aufnahme anfertigen lassen oder offene Punkte zur Reihenfolge klären müssen. Sie erhalten Fotos jedes Montageschritts, auf Wunsch die Musterstücke selbst. Mit Ihrer schriftlichen Freigabe beginnt die Serie; die erste Tranche geht meist nach wenigen Arbeitstagen an Sie zurück. Die Serie beginnt damit meist binnen zwei Wochen nach Ihrer Anfrage, bei vollständigen Unterlagen auch früher; die ersten fertigen Baugruppen sind ein bis zwei Transporttage später bei Ihnen.
Wichtig ist die Reihenfolge: Ohne freigegebenes Erstmuster montieren wir keine Serie, auch nicht unter Zeitdruck. Das schützt beide Seiten – Sie vor einer falsch gebauten Charge, uns vor einem Stückpreis, der auf einer anderen Montagefolge beruht als der, die Sie tatsächlich wollen.
Welche Montageschritte fallen an – und wie viele Sekunden kostet jeder?
Der Preis einer Baugruppe ergibt sich aus der Summe ihrer Handgriffe. Für jeden der neun Montageschritte, die bei uns vorkommen, gibt es eine eigene Seite mit Arbeitsweise, typischen Fehlern in der Vorgabe und Sekundenwerten. Die Werte unten sind die Vorgaben unseres Rechners je Vorgang:
- Verschrauben mit Drehmomentvorgabe – rund 6 Sekunden je Schraube mit dem eingestellten Druckluftschrauber, Reihenfolge laut Anweisung.
- Stecken, Clipsen und Rasten – etwa 3 Sekunden je Verbindung, bis die Rastnase hörbar und sichtbar sitzt.
- Kleben, Dichten und Sichern – rund 8 Sekunden je Klebestelle, weil Dosieren und Fügen Sorgfalt brauchen.
- Nieten und Verpressen – etwa 5 Sekunden je Niet oder eingepresster Buchse an der Handpresse.
- Dichtungen und O-Ringe einlegen – rund 4 Sekunden, verdrehfrei und bei Bedarf leicht gefettet.
- Fetten und Ölen – etwa 3 Sekunden je Schmierstelle mit festgelegter Menge.
- Vorkonfektionierte Leitungen stecken und verlegen – rund 4 Sekunden je Leitung, eingesteckt und mit Clip fixiert.
- Prüfen im Montagetakt – etwa 5 Sekunden je Merkmal, von der Sichtprüfung bis zur Drehprobe.
- Kennzeichnen mit Typenschild, Seriennummer oder Etikett – rund 6 Sekunden je Kennzeichnung.
Zu den Handgriffen kommen Greifen, Einlegen in die Vorrichtung und Ablegen, je nach Teilegröße fünf bis dreißig Sekunden. Eine größere Baugruppe mit zehn Schrauben, zwei Klebestellen, drei Leitungen, zwei Dichtungen, vier Prüfmerkmalen und einem Typenschild kommt so auf rund 147 Sekunden, der reine Arbeitsanteil liegt beim Kalkulationssatz von 16,50 € je Stunde bei 0,67 €. Alle Schritte im Überblick: Montageschritte.
Rechnet sich die Serienmontage je Stück oder je Stunde?
Beide Modelle beruhen auf denselben Sekunden, sie verteilen nur das Risiko unterschiedlich. Beim Stückpreis tragen wir das Tempo: Steht die Taktzeit nach dem Erstmuster fest, zahlen Sie je montierter und geprüfter Baugruppe, egal wie lange ein einzelner Werker braucht. Als Richtwert liegen einfache Baugruppen aus zwei bis vier Teilen und bis etwa 90 Sekunden bei 0,25 € – 0,60 €, Baugruppen mit fünf bis fünfzehn Teilen und zwei bis acht Minuten bei 0,90 € – 3,50 €. In diesen Spannen stecken neben der reinen Montagezeit Handling, Zwischenkontrolle, Ausgangskontrolle und Protokoll.
Die Abrechnung nach Stunden mit 14,50 € – 19,00 € je Montagestunde passt, solange sich noch etwas bewegt: Vorserie, häufige Änderungen an der Zeichnung, Umbau vorhandener Baugruppen mit unterschiedlich viel Aufwand je Stück. Für feste Montageplätze über Wochen gibt es eine dritte Variante, den Montageplatz je Tag mit 116 € – 152 € für acht Stunden. Einmalig kommen Einrichtung, Montageanweisung und gegebenenfalls die Aufnahme einer Vorrichtung mit 60 € – 180 € hinzu. Arbeiten am Wochenende und an Feiertagen kosten 25 % Aufschlag, Expressaufträge 15 %. Alle Preise netto zzgl. USt. – bei Leistungen an Unternehmen in Deutschland gilt das Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG), es fällt keine tschechische Mehrwertsteuer an. Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.
Faustregel aus der Praxis: Je stabiler Zeichnung und Stückliste, desto eher lohnt der Stückpreis. Viele Kunden starten nach Stunden und wechseln nach der ersten Serie auf den Stückpreis, sobald die gemessene Taktzeit über mehrere Lose bestätigt ist.
Was kostet eine Serie konkret? Ein Rechenbeispiel
Angenommen, ein Hersteller von Pumpenzubehör aus Oberfranken lässt 10.000 Deckelbaugruppen montieren: Gehäuse, Deckel, ein O-Ring, zwei Clips, vier Schrauben mit Drehmoment, dazu zwei Prüfmerkmale im Takt. Mit den Vorgaben des Rechners ergibt das vier Schrauben à 6 Sekunden, zwei Clips à 3 Sekunden, einen O-Ring mit 4 Sekunden, zwei Prüfungen à 5 Sekunden und 8 Sekunden für Greifen und Ablegen – zusammen 52 Sekunden je Baugruppe.
10.000 Stück mal 52 Sekunden sind rund 144 Montagestunden; beim Kalkulationssatz von 16,50 € ergibt das etwa 2.383 € Arbeit. Einrichtung mit beigestellter Vorrichtung: 60 €. Transport von 4 Paletten über 250 km hin und zurück: etwa 800 €, bei rund 100 € je Palette und Richtung. Gesamt also rund 3.243 € oder 0,32 € je Baugruppe inklusive Transport; der reine Arbeitsanteil liegt bei 0,24 €. Mit 6 Montageplätzen in einer Schicht ist die Serie in etwa 3 Arbeitstagen montiert. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster.
Das Beispiel zeigt auch, wo die Stellschrauben liegen: Zwei Schrauben weniger sparen 12 Sekunden, also fast ein Viertel der Taktzeit. Eine Vorrichtung, die das Gehäuse lagerichtig hält, spart Greifzeit. Und ab etwa 33 Paletten fährt statt Einzelpaletten ein Komplett-LKW, über 400 km für rund 830 € je Richtung. Mit eigenen Werten rechnen Sie im Montagerechner.
Wie viele Baugruppen schaffen wir am Tag?
An unseren 7 Standorten stehen täglich bis zu 2.000 Arbeitsstunden zur Verfügung, getragen von 24 festen Mitarbeitern und über 1.300 externen Kräften. Kein einzelner Auftrag belegt diese Menge allein, doch sie zeigt den Spielraum: Bei 60 Sekunden Taktzeit entspricht jede Montagestunde 60 Baugruppen, zehn Montageplätze in einer Schicht schaffen damit rund 4.800 Stück am Tag.
Mehr Stückzahl entsteht bei uns durch mehr Montageplätze mit derselben Anweisung und derselben Vorrichtung, nicht durch Druck auf die Sekunden. Brauchen Sie mehr Plätze, als Vorrichtungen vorhanden sind, ist eine zweite Vorrichtung oft die günstigste Beschleunigung. Große Serien können auf mehrere Standorte verteilt werden; jedes Teillos bekommt eine eigene Losnummer und erscheint getrennt im Montageprotokoll. Eilaufträge auch am Wochenende und an Feiertagen – mit dem genannten Aufschlag.
Für Abrufmontagen halten wir Beistellteile und fertige Baugruppen als Puffer vor; mit rund 1.700 Palettenplätzen lässt sich ein Monatsbedarf zwischenlagern, während Ihre Linie wöchentlich abruft.
Was stellen Sie bei, und was ist an unseren Montageplätzen vorhanden?
Einzelteile, Normteile, Klebstoffe und Verpackung stellen Sie nach Stückliste bei; Normteile wie Schrauben, O-Ringe oder Clips beschaffen wir nach Absprache und rechnen sie mit Beleg ab. Die Stückliste ist dabei das wichtigste Dokument: Jede Position wird im Wareneingang gegen sie gebucht, und nur was dort steht, landet in der Baugruppe. Bei Teilen, die knapp werden, melden wir den Bestand rechtzeitig, damit Nachlieferungen nicht zum Stillstand führen. Fehlende oder beschädigte Beistellteile melden wir schon beim Wareneingang mit Foto; Baugruppen, die die Prüfung im Takt nicht bestehen, werden gesperrt, gekennzeichnet und im Montageprotokoll getrennt ausgewiesen.
Montagevorrichtungen, Lehren, Prüfmittel und Spezialwerkzeug stellen Sie bei – oder wir lassen nach Ihrer Zeichnung eine einfache Aufnahme als eigene Angebotsposition anfertigen; Druckluftschrauber mit einstellbarem Drehmoment, Handpressen und Montagetische sind an unseren Standorten vorhanden. Eine beigestellte Vorrichtung wird bei uns mit Foto aufgenommen, einem Montageplatz zugeordnet und nach Serienende zurückgegeben. Muss eine einfache Aufnahme neu entstehen, sehen Sie die Kosten als eigene Position, bevor sie gebaut wird. Was wir nicht haben: CNC, Bearbeitungsmaschinen, Messmaschinen oder ein Prüflabor. Geprüft wird im Takt mit einfachen Mitteln – Sicht, Vollständigkeit, Steck-, Dreh- und Durchgangsprobe – und mit den Prüfmitteln, die Sie mitschicken.
Wer die Aufteilung zwischen Ihnen und uns Position für Position sehen möchte, findet sie in der Beistellungstabelle unter So arbeiten wir. Wie man eine Stückliste für die Lohnmontage aufbaut, beschreibt der Ratgeber Beistellmaterial anliefern.
Welche Montagedokumentation erhalten Sie?
Das Montageprotokoll je Los ist der Nachweis, dass die Serie so gebaut wurde, wie Sie sie freigegeben haben. Es nennt Losnummer, Baugruppe und Variante, montierte Menge, geprüfte Gutteile, gesperrte Baugruppen mit Grund, die gemessene Ist-Taktzeit und die Werkerkürzel. Ein Muster mit Beispielzeilen steht weiter unten auf dieser Seite; Sie erhalten es als Excel und PDF, zusammen mit Fotos vom Wareneingang, vom Erstmuster und von jeder ausgehenden Palette.
Dazu kommen die Montageanweisung in der freigegebenen Fassung und – bei Drehmomentvorgabe – die stichprobenhaften Kontrollen mit dem Drehmomentschlüssel. Ändert sich die Anweisung während der Serie, etwa weil Sie eine Revision freigeben, erhält sie einen neuen Stand und das Protokoll zeigt, ab welchem Los er gilt. Wir versprechen keinen Fehleranteil, sondern einen nachvollziehbaren Prozess: Erstmuster mit Freigabe, Montageanweisung, Prüfung im Takt, 100 % Ausgangskontrolle und Protokoll je Los.
Welche Angaben fehlen in Montageanfragen am häufigsten?
Die meisten Rückfragen vor einem Angebot betreffen nicht die Montage, sondern die Vorlage. Sieben Lücken tauchen immer wieder auf:
- Keine vollständige Stückliste: Zeichnung vorhanden, aber Normteile, Klebstoff oder Verpackung fehlen. Ohne Stückliste kein Wareneingangsabgleich – und keine Gewissheit, dass alles für die Serie im Haus ist.
- Kein Drehmoment angegeben: „Schraube fest anziehen“ reicht nicht. Wir brauchen Wert und Toleranz je Verschraubung, bei mehreren Schrauben auch die Reihenfolge.
- Varianten nicht gekennzeichnet: Zwei Ausführungen mit fast gleichen Teilen, aber ohne sichtbares Unterscheidungsmerkmal am Teil oder an der Verpackung – der sicherste Weg zur vertauschten Baugruppe.
- Keine Prüfmerkmale: Was genau soll im Takt geprüft werden – Sitz, Vollständigkeit, Drehbarkeit, Durchgang? Ohne Liste prüfen wir nur Sicht und Vollständigkeit.
- Klebstoff nur als Produktname: Menge, Ort, Aushärtezeit und Lagerbedingungen gehören in die Vorgabe, sonst wird die Klebestelle zur Ermessensfrage.
- Kein Musterstück: Eine fertig montierte Baugruppe als Anschauungsstück klärt mehr als drei Seiten Beschreibung.
- Unklare Abrufmenge: Gesamtmenge und Liefertakt entscheiden, wie viele Montageplätze wir einrichten und ob eine zweite Vorrichtung sinnvoll ist.
Keine dieser Lücken verhindert ein Angebot; wir markieren sie als Annahme und klären sie spätestens beim Erstmuster. Schneller geht es, wenn die Angaben von Anfang an vorliegen – wie eine brauchbare Vorlage aussieht, erklärt der Ratgeber Montageanweisung für die Lohnmontage erstellen.
Wo liegen die Grenzen der Serienmontage bei uns?
Wir montieren nicht in Ihrem Werk: Die Teile werden binnen 24 Stunden abgeholt, an unseren Standorten in Tschechien zu Baugruppen montiert und geprüft zurückgeliefert. Personal für Ihre eigene Halle stellen wir nicht. Wir montieren mechanisch: Vorkonfektionierte Leitungen stecken und verlegen wir, die Herstellung der Leitungen selbst gehört zur Kabelkonfektion auf apool.de. Bearbeitung von Metall oder Kunststoff, Oberflächenbehandlung und Prüfungen mit Messtechnik bieten wir nicht an; auch zertifiziert sind unsere Standorte nicht – der Nachweis liegt im dokumentierten Ablauf.
Das Verpacken der fertigen Baugruppe ist bei uns der letzte Montageschritt; aufwendigere Verpackungsaufgaben beschreibt APOOL WERKE unter Verpackung als Lohnarbeit. Und manchmal rechnet sich der Weg nach Tschechien nicht, etwa bei sehr kleinen Losen mit wenigen Sekunden Montagezeit aus großer Entfernung. Den ehrlichen Vergleich mit der eigenen Linie und mit Aushilfen in der eigenen Halle zeigt die Seite Montagedienstleister oder eigene Montage.
Montageschritte
Beistellung: wer liefert was?
| Position | Wer stellt bei? | Was wir damit tun |
|---|---|---|
| Einzelteile und Unterbaugruppen laut Stückliste | Kunde | Wareneingang mit Zählung, Foto und Buchung je Position |
| Normteile (Schrauben, O-Ringe, Clips) | Kunde – oder APOOL nach Absprache mit Beleg | Bestand je Los, Nachbestellung rechtzeitig melden |
| Klebstoffe, Fette, Schraubensicherung | Kunde (Sorte laut Zeichnung) | Lagerung nach Datenblatt, Verbrauch je Los |
| Montagevorrichtungen, Lehren, Prüfmittel | Kunde – oder einfache Aufnahme durch APOOL als eigene Position | Aufnahme am Montageplatz, Rückgabe nach Serienende |
| Druckluftschrauber, Handpressen, Montagetische | APOOL | Drehmoment nach Ihrer Vorgabe eingestellt und stichprobenhaft kontrolliert |
| Verpackung, Typenschilder, Etiketten | Kunde | Kennzeichnung und Verpacken als letzter Schritt |
| Zeichnung, Stückliste, Prüfmerkmale | Kunde | Montageanweisung mit Fotos, Freigabe über das Erstmuster |
Montageprotokoll-Muster
| Los | Baugruppe / Variante | montiert | i.O. geprüft | gesperrt | Grund | Taktzeit Ist | Werker | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| M-2026-0917-01 | Ventilgehäuse DN15, Var. A | 4.000 | 3.988 | 12 | O-Ring fehlt (Beistellung) | 38 s | W-03, W-11 | Fehlteile am 17.09. gemeldet |
| M-2026-0917-02 | Ventilgehäuse DN15, Var. A | 4.000 | 3.997 | 3 | Drehprobe n.i.O. | 36 s | W-03, W-11 | – |
| M-2026-0918-01 | Ventilgehäuse DN15, Var. B | 2.400 | 2.398 | 2 | Typenschild schief | 41 s | W-11 | Variante B: 2 Schrauben mehr |
| Summe | 10.400 | 10.383 | 17 | Ø 38 s | Protokoll als Excel/PDF |
Richtwerte: Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Alle Preise netto zzgl. USt. – bei Leistungen an Unternehmen in Deutschland gilt das Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG), es fällt keine tschechische Mehrwertsteuer an.
Fragen zur Serienmontage
Gibt es eine Mindestmenge für die Serienmontage?
Nein, eine Mindestmenge gibt es nicht – vom Musterlauf bis zur Großserie. Bei kleinen Serien fällt die einmalige Einrichtung von 60 € – 180 € stärker ins Gewicht, dann ist die Abrechnung nach Stunden mit 14,50 € – 19,00 € oft die bessere Wahl. Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.
Wer entscheidet, ob eine Baugruppe gut ist?
Sie – über die Prüfmerkmale in der Montageanweisung und die Freigabe des Erstmusters. Wir prüfen im Takt nach diesen Merkmalen, sperren Baugruppen, die sie nicht erfüllen, und weisen sie im Montageprotokoll getrennt aus.
Kann ich die Montage vor Ort ansehen, bevor die Serie startet?
Ja. Viele Kunden kommen zum Erstmuster an den Standort, sehen sich Vorrichtung, Anweisung und Arbeitsplatz an und geben danach frei. Wer nicht reisen möchte, erhält Fotos jedes Schritts und die Musterstücke per Paket.
Was passiert, wenn während der Serie Teile fehlen?
Fehlende oder beschädigte Beistellteile melden wir schon beim Wareneingang mit Foto; Baugruppen, die die Prüfung im Takt nicht bestehen, werden gesperrt, gekennzeichnet und im Montageprotokoll getrennt ausgewiesen. Fehlt eine Position ganz, montieren wir so weit wie möglich vor und stellen die unvollständigen Baugruppen getrennt ab, bis die Nachlieferung eintrifft.
Können Sie Normteile selbst beschaffen?
Ja, nach Absprache: Schrauben, O-Ringe oder Clips kaufen wir nach Ihrer Spezifikation ein und rechnen sie mit Beleg ab. Sonderteile, Zeichnungsteile und Klebstoffe mit Freigabe stellen Sie bei.
Alle Leistungen
- Serienmontage und Baugruppenmontage Baugruppen aus 2–15 Teilen nach Zeichnung, Stückliste und freigegebenem Erstmuster – Druckluftschrauber mit Drehmoment, Prüfung im Takt, Protokoll je Los. 0,25 € – 3,50 €je Baugruppe
- Vormontage von Unterbaugruppen Unterbaugruppen für Ihre Montagelinie: Gehäusehälften mit Einsätzen, Deckel mit Dichtung, Halter mit Gewindebuchsen – im Abruf, mit KLT-Kreislauf. 0,25 € – 0,60 €je Unterbaugruppe
- Endmontage und Komplettierung Fertige Produkte komplettieren: Deckel, Typenschild, Zubehör, Beipackbeutel und Anleitung – Endkontrolle nach Ihren Prüfmerkmalen. 0,90 € – 3,50 €je Produkt
- Montageplatz einrichten: Vorrichtungen, Erstmuster, Taktzeit Vor der Serie: Vorrichtung aufnehmen, Montageanweisung mit Fotos, Erstmuster in 2–5 Tagen, Taktzeit messen, Stückpreis ableiten, Freigabe. 60 € – 180 €einmalig je Montageplatz
- Kitting und Montagesets Montagesets, Beipackbeutel und Servicekits nach Stückliste zusammenstellen, zählen und kennzeichnen – für Ihre Linie oder Ihren Service. 0,25 € – 0,60 €je Set
- Umbau und Variantenmontage Vorhandene Baugruppen auf eine andere Variante, Länderversion oder Revision umbauen: demontieren, Teil tauschen, neu kennzeichnen, prüfen. 14,50 € – 19,00 €je Stunde